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Jil Augel (Sen5 Mayen) wurde Vizeeuropameisterin in der Klasse -53kg, Sarah-Lina Mimouni (KSV Trier) erkämpfte sich die Bronzemedaille in der Klasse +68kg und Albert Heinz (KSV Trier) erreichte Platz 7. in der Klasse -61kg.

Herzlichen Glückwunsch an Jil, Sarah und Albert sowie an die Heim- und Landestrainer.

„Dieser Weg wird kein leichter sein.“ heißt es in einem Lied eines bekannten Künstlers aus der Rhein-Neckar-Region. Wenn sich ein Karateka entscheidet, die Dan Prüfung anzutreten, ist er sich bewusst, dass er sich auf einen schwierigen Weg begibt und spätestens nun eine schweißtreibende Vorbereitungszeit für ihn oder sie beginnt. Nichts ist dabei so wichtig wie eine gezielte Vorbereitung, die sich sehr intensiv mit den Feinheiten des Prüfungsprogramms auseinandersetzt. Gerade wer beruflich oder als selbst als Trainier stark zeitlich eingebunden ist, ist auf eine effektive Vorbereitung angewiesen.

Nach einigen Recherchen und persönlichen Gesprächen fiel meine Wahl auf das Dan Projekt der beiden A-Prüfer Udo Boppré, 6. Dan und Bernd Drechsler, 5. Dan in den Räumen des PSV Ludwigshafen. Das Projekt besteht aus 3 Vorbereitungsterminen mit Trainingseinheiten à 3 Stunden und der abschließenden Prüfung (Teil 4). Es erstreckt sich damit über einen Zeitrahmen von knapp 12 Monaten.

Der erste Termin wurde für die hochmotivierten Teilnehmer zur Statusbestimmung. Dem intensiven Aufwärmprogramm folgte eine ausgeprägte Dehneinheit, die dem Trainerteam einen Überblick über die konditionelle Verfassung der anwesenden Karateka gab. Es folgten komplexe Kihon-Kombinationen mit anspruchsvollen Techniken und Ständen, verschiedene Katas und abschließend diverse Kumite-Formen mit wechselnden Trainingspartnern. Das hohe Qualitätsniveau, welches das Prüferteam von den Prüflingen erwartete, wurde schnell klar. Hierbei ist zu betonen, dass sich die Trainer viel Zeit nahmen, um jeden einzelnen Teilnehmer zu sichten, zu korrigieren und jedem ein persönliches Feedback zu geben. Mir hat dieses Feedback geholfen, die Eigen- und die Fremdwahrnehmung übereinander zulegen. Daraus ergaben sich meine Hausaufgaben für das nächste Mal, also die Trainingsschwerpunkte, die ich im Anschluss in meinem persönlichen Training gelegt habe.

Entsprechend vorbereitet kam nicht nur ich zum zweiten Termin. Auch bei anderen Teilnehmern war Weiterentwicklung gegenüber dem Auftakttraining erkennbar. In der zweiten Einheit wurde der Fokus auf die Prüfungselemente Kihon und Kata gerichtet. Schwerpunkte bildeten dabei Schnelligkeit und Präzision in der Ausführung, Kime und Rhythmus. Jeder Teilnehmer bekam die Möglichkeit seine Tokui Kata zu zeigen und bekam nicht nur von den Trainern sondern auch von den anderen Prüflingen ein ehrliches Feedback. Auch das Bunkai kam in der Einheit nicht zu kurz. Die Umsetzung der Erkenntnisse aus dieser Einheit floss wiederum in meine kommenden Übungseinheiten ein.

In der abschließenden Dritten Einheit wurden die Schwerpunkte im Bereich Kata und Kata-relevanten Technikkombinationen gelegt. Es war erkennbar, welche anspruchsvollen Verknüpfungen von unterschiedlichen Techniken und Ständen aus der Vor- bzw. Rückwärtsbewegung bei den prüferindividuellen Positionen in der Prüfung zu erwarten waren. Zum Schluss konnte jeder potenzielle Prüfling unter prüfungsähnlichen Bedingungen seine Tokui Kata zeigen und bekam sein individuelles finales Feedback. Daraus war für ihn klar erkennbar, ob er noch Feinarbeiten zu erledigen hat und die Prüfung antreten kann oder ob er lieber seine Vorbereitung noch einmal ausweitet und er sich erst zu einem späteren Zeitpunkt der Leistungsüberprüfung unterziehen sollte.

Wohlvertraut mit den hohen qualitativen Erwartungen der beiden Prüfer traten die Kandidaten entsprechend sehr gut vorbereitet und mit einem hohen Maß an Zanshin zu der abschließenden Prüfung an.  Alle Prüflinge wurden mit dem ersehnten Ergebnis belohnt, dem nächsthöheren Dan Grad.

Dr. Tobias Eckerle (Teilnehmer und Prüfling)

shoto50x50.gif zum 1. Dan

Till Klinger (Budokai Worms)
Nadine Bras (1. KD Hemsbach)
Nina Schwab (TSG Eintracht Planckstadt)
Fabio Bühler (SpVgg Ilvesheim)
Jana Kohlhoff (SpVgg Ilvesheim)
Patrick Brach (PSV Grün-Weiss Ludwigshafen)
Timmy Ta (PSV Grün-Weiss Ludwigshafen)
Philipp Grosser
(PSV Grün-Weiss Ludwigshafen)
Aaron Möhrke
(PSV Grün-Weiss Ludwigshafen)

zum 2. Dan Nico Privitera (SpVgg Ilvesheim)
Tobias Eckerle (Bushido Bühl)
Bjorn Thiee (PSV Mannheim)
zum 3. Dan

Klaus Schröder (TSG Eintracht Planckstadt)

zum 5. Dan

Michael Layer (TSG Eintracht Plackstadt)

 

Datum: 02.03.2019

Ort: Clara-Viebig-Realschule plus in Wittlich, Beethovenstraße 13, 54516 Wittlich

Zeit: 9.30 Uhr-13.30 Uhr

DKV-Ausweis mitbringen, LG wird eingetragen.

Unterlagen werden gestellt, 25 EUR, vor Ort zu zahlen.

Anmeldung an LKRR Lothar Becker

Im Rahmen der Weihnachtsfeier des Teikyo Karate Team Kaiserslautern wurde Jonathan Horne durch den RKV Präsidenten Gunar Weichert und durch den Vize-Präsidenten Thomas München der Ehrenbrief in Gold des Rheinland-Pfälzischen Karate Verbands verliehen. In seiner Rede sprach der RKV-Präsident die größten Erfolge sowie die dafür nötigen Anstrengungen an. Besonders erwähnt wurde die Verbundenheit zum Heimtrainer, zum Heimatverein sowie zum RKV. Dass der Erfolg nicht von ungefähr kommt, kann Heimtrainer Uwe Schwehm bestätigen. Jahrelanges hartes und zielstrebiges Training waren die Grundvoraussetzungen für den WM-Titel. Das Jonathan bei all diesen Erfolgen der „Alte“ geblieben ist, ein aufgeschlossener und für die Fragen des Nachwuchses offener Top-Athlet, macht ihn noch sympathischer.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde auch Uwe Schwehm als Heimtrainer sowie dem Teikyo Karate Team Kaiserslautern der Ehrenbrief in Gold verliehen. Der RKV-Präsident machte den Anwesenden noch einmal deutlich, dass die von Jonathan, von Uwe und auch vom Teikyo Karate Team Kaiserslautern geleistete Arbeit nicht hoch genug eingeschätzt werden kann und dass alle sehr stolz auf das Erreichte sein können.

Im Hinblick auf Olympia 2020 und den damit erforderlichen zahlreichen neuen Wettkampfterminen wünschte der RKV-Präsident alles erdenklich Gute, viel Erfolg aber vor allen Dingen Gesundheit. Möge sich der Traum vom Erfolg bei Olympia für uns Alle, aber besonders für Jonathan in Erfüllung gehen.

Gunar Weichert, Präsident des Rheinland-Pfälzischen Karate Verbandes