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Jonathan Horne aus dem Teikyo Karate Team Kaiserslautern ist KARATE WELTMEISTER 2018, Kumite Herren +84 kg!!!!
Bei der Karate Weltmeisterschaft in Madrid konnte Jonathan seinen WM Traum erfüllen. Mit über 1200 Teilnehmern aus 140 Ländern war es die bisher größte Weltmeisterschaft. In allen seinen Vorrundenkämpfen siegte Jonathan sehr souverän. Er dominierte an diesem Tag seine Gewichtsklasse gegen eine sehr starke Konkurrenz und siegte,
 
8:0 gegen Lou Wai Kit aus Macau
5:3 gegen Mohammed Owda aus Palästina
3:1 gegen Philipe Reis aus Portugal
3:3 gegen Andjelo Kvesic aus Kroatien
5:2 gegen Sakho Seck aus Spanien
 
und ebnete sich den Weg ins Finale.
Dort wartete der mehrfachen Weltmeister Sajad Ganzjzadeh aus dem Iran. In einem unglaublichen Finalkampf konnte Jonathan seine Weltklasse zeigen und trotz eines 0:2 Rückstands den Kampf klar mit 5:2 für sich entscheiden.
Unser neuer Weltmeister aus Kaiserslautern und für Deutschland —JONATHAN HORNE—
Herzlichen Glückwunsch an Jonathan, Bundestrainer Thomas Nitschmann und Heimtrainer Uwe Schwehm für diesen unvergesslichen Erfolg !!!
zum Junior-Dan

Anna Faath (Goju-Ryu KV Herxheim)

zum 1. Dan

Andreas Remmel (Goju-Ryu Schifferstadt)
Jannick Remmel (Goju-Ryu Schifferstadt)
Tilman Remmel (Goju-Ryu Schifferstadt)

zum 3. Dan

Frank Gründlinger (Goju-Ryu Schifferstadt)
Dirk Schäfer (TUS Ober-Ingelheim)

Die erfolgreichen VfL-Para-Karatekas nach den Wettkämpfen, v. l.: Tom Schary (2. Platz), Jens Nopper (2. Platz), Melanie Hässler (1. Platz), Christian Fechler (3. Platz), Uwe Fuchs (3. Platz) und Matthias Bernahrndt (1. Platz, vorn, in der Hocke). Auf dem Foto fehlen Dirk Sommerlad (5. Platz), Daniel Berg (7. Platz) und Benjamin Wollenschläger (6. Platz).

Am vergangenen Samstag richtete der VfL 1861 Traben-Trarbach e. V die offenen Karate-Landesmeisterschaften des RKV (Rheinland - Pfälzischer Karateverband e.V.) nach sieben Jahren zum zweiten Mal wieder aus. Zusammen mit der Leistungsklasse wurden an diesem Turniertag auch die RKV-Landesmeisterschaft Jugend, Junioren, U21, Leistungs- und Masterklasse sowie die offene Para-Karate LM für 2019 ausgetragen.

Matthias Bernahrndt holt sich mit einem kraftvoll gesprungenen Mikazuki-Geri (Kampftechnik aus der Kata Kanku-Sho) den Landesmeistertitel! VfL-Karate-Abteilungsleiter Markus Pieper (Mitte rechts, hockend) beobachtet derweil konzentriert die Kata-Darbietung Bernahrndts.

Die VfL Para-Karatekas konnten bei der Heim-Premiere der dritten Para-LM in Rheinland-Pfalz, in der zur Wettkampfhalle umfunktionierten Sporthalle des Schulzentrums Traben-Trarbach, vor den zahlreichen Zuschauern überzeugen:

Melanie Hässler verteidigte in ihrer Kategorie ihren Landesmeistertitel vom Vorjahr. Jens Nopper zeigte eine ausdrucksstark gelaufene Kata Gojushiho-Sho, musste sich aber dem amtierenden deutschen Meister Achim Haubennestel (MTV Ludwigsburg) geschlagen geben.

Tom Schary setzte sich in der Vorrunde gegen Christian Fechler und Dirk Sommerlad durch. Im Finale traf er schließlich auf den Vorjahresmeister Matthias Bernahrndt. Dieser startete aufgrund eines Freilos-Glücks direkt im Halbfinale gegen Uwe Fuchs, das er für sich entschied. Im Finale zeigten beide, Schary und Bernahrndt, die athletisch anspruchsvolle Kata Kanku-Sho. Per Kampfrichter-Entscheid ging der Sieg jedoch knapp an Bernahrndt.

Die RKV-LM musste ohne die Teilnahme von Nina Fell stattfinden, da sie als Mitglied des A-Kaders zur Vorbereitung auf die bevorstehende Karate-EM Ende März an den Bundeskader-Stützpunkt nach Berlin berufen wurde.

Mit einer Gold-, zwei Silber- und zwei Bronze- Medaillen belegte der VfL Traben-Trarbach damit im Medaillenspiegel den 10. Platz von insgesamt 33 Vereinen.

Bericht: Carmen Kittelberger, Bilder: Carmen Kittelberger / Michael Schneidewind

„Dieser Weg wird kein leichter sein.“ heißt es in einem Lied eines bekannten Künstlers aus der Rhein-Neckar-Region. Wenn sich ein Karateka entscheidet, die Dan Prüfung anzutreten, ist er sich bewusst, dass er sich auf einen schwierigen Weg begibt und spätestens nun eine schweißtreibende Vorbereitungszeit für ihn oder sie beginnt. Nichts ist dabei so wichtig wie eine gezielte Vorbereitung, die sich sehr intensiv mit den Feinheiten des Prüfungsprogramms auseinandersetzt. Gerade wer beruflich oder als selbst als Trainier stark zeitlich eingebunden ist, ist auf eine effektive Vorbereitung angewiesen.

Nach einigen Recherchen und persönlichen Gesprächen fiel meine Wahl auf das Dan Projekt der beiden A-Prüfer Udo Boppré, 6. Dan und Bernd Drechsler, 5. Dan in den Räumen des PSV Ludwigshafen. Das Projekt besteht aus 3 Vorbereitungsterminen mit Trainingseinheiten à 3 Stunden und der abschließenden Prüfung (Teil 4). Es erstreckt sich damit über einen Zeitrahmen von knapp 12 Monaten.

Der erste Termin wurde für die hochmotivierten Teilnehmer zur Statusbestimmung. Dem intensiven Aufwärmprogramm folgte eine ausgeprägte Dehneinheit, die dem Trainerteam einen Überblick über die konditionelle Verfassung der anwesenden Karateka gab. Es folgten komplexe Kihon-Kombinationen mit anspruchsvollen Techniken und Ständen, verschiedene Katas und abschließend diverse Kumite-Formen mit wechselnden Trainingspartnern. Das hohe Qualitätsniveau, welches das Prüferteam von den Prüflingen erwartete, wurde schnell klar. Hierbei ist zu betonen, dass sich die Trainer viel Zeit nahmen, um jeden einzelnen Teilnehmer zu sichten, zu korrigieren und jedem ein persönliches Feedback zu geben. Mir hat dieses Feedback geholfen, die Eigen- und die Fremdwahrnehmung übereinander zulegen. Daraus ergaben sich meine Hausaufgaben für das nächste Mal, also die Trainingsschwerpunkte, die ich im Anschluss in meinem persönlichen Training gelegt habe.

Entsprechend vorbereitet kam nicht nur ich zum zweiten Termin. Auch bei anderen Teilnehmern war Weiterentwicklung gegenüber dem Auftakttraining erkennbar. In der zweiten Einheit wurde der Fokus auf die Prüfungselemente Kihon und Kata gerichtet. Schwerpunkte bildeten dabei Schnelligkeit und Präzision in der Ausführung, Kime und Rhythmus. Jeder Teilnehmer bekam die Möglichkeit seine Tokui Kata zu zeigen und bekam nicht nur von den Trainern sondern auch von den anderen Prüflingen ein ehrliches Feedback. Auch das Bunkai kam in der Einheit nicht zu kurz. Die Umsetzung der Erkenntnisse aus dieser Einheit floss wiederum in meine kommenden Übungseinheiten ein.

In der abschließenden Dritten Einheit wurden die Schwerpunkte im Bereich Kata und Kata-relevanten Technikkombinationen gelegt. Es war erkennbar, welche anspruchsvollen Verknüpfungen von unterschiedlichen Techniken und Ständen aus der Vor- bzw. Rückwärtsbewegung bei den prüferindividuellen Positionen in der Prüfung zu erwarten waren. Zum Schluss konnte jeder potenzielle Prüfling unter prüfungsähnlichen Bedingungen seine Tokui Kata zeigen und bekam sein individuelles finales Feedback. Daraus war für ihn klar erkennbar, ob er noch Feinarbeiten zu erledigen hat und die Prüfung antreten kann oder ob er lieber seine Vorbereitung noch einmal ausweitet und er sich erst zu einem späteren Zeitpunkt der Leistungsüberprüfung unterziehen sollte.

Wohlvertraut mit den hohen qualitativen Erwartungen der beiden Prüfer traten die Kandidaten entsprechend sehr gut vorbereitet und mit einem hohen Maß an Zanshin zu der abschließenden Prüfung an.  Alle Prüflinge wurden mit dem ersehnten Ergebnis belohnt, dem nächsthöheren Dan Grad.

Dr. Tobias Eckerle (Teilnehmer und Prüfling)

shoto50x50.gif zum 1. Dan

Till Klinger (Budokai Worms)
Nadine Bras (1. KD Hemsbach)
Nina Schwab (TSG Eintracht Planckstadt)
Fabio Bühler (SpVgg Ilvesheim)
Jana Kohlhoff (SpVgg Ilvesheim)
Patrick Brach (PSV Grün-Weiss Ludwigshafen)
Timmy Ta (PSV Grün-Weiss Ludwigshafen)
Philipp Grosser
(PSV Grün-Weiss Ludwigshafen)
Aaron Möhrke
(PSV Grün-Weiss Ludwigshafen)

zum 2. Dan Nico Privitera (SpVgg Ilvesheim)
Tobias Eckerle (Bushido Bühl)
Bjorn Thiee (PSV Mannheim)
zum 3. Dan

Klaus Schröder (TSG Eintracht Planckstadt)

zum 5. Dan

Michael Layer (TSG Eintracht Plackstadt)

Im Rahmen der Weihnachtsfeier des Teikyo Karate Team Kaiserslautern wurde Jonathan Horne durch den RKV Präsidenten Gunar Weichert und durch den Vize-Präsidenten Thomas München der Ehrenbrief in Gold des Rheinland-Pfälzischen Karate Verbands verliehen. In seiner Rede sprach der RKV-Präsident die größten Erfolge sowie die dafür nötigen Anstrengungen an. Besonders erwähnt wurde die Verbundenheit zum Heimtrainer, zum Heimatverein sowie zum RKV. Dass der Erfolg nicht von ungefähr kommt, kann Heimtrainer Uwe Schwehm bestätigen. Jahrelanges hartes und zielstrebiges Training waren die Grundvoraussetzungen für den WM-Titel. Das Jonathan bei all diesen Erfolgen der „Alte“ geblieben ist, ein aufgeschlossener und für die Fragen des Nachwuchses offener Top-Athlet, macht ihn noch sympathischer.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde auch Uwe Schwehm als Heimtrainer sowie dem Teikyo Karate Team Kaiserslautern der Ehrenbrief in Gold verliehen. Der RKV-Präsident machte den Anwesenden noch einmal deutlich, dass die von Jonathan, von Uwe und auch vom Teikyo Karate Team Kaiserslautern geleistete Arbeit nicht hoch genug eingeschätzt werden kann und dass alle sehr stolz auf das Erreichte sein können.

Im Hinblick auf Olympia 2020 und den damit erforderlichen zahlreichen neuen Wettkampfterminen wünschte der RKV-Präsident alles erdenklich Gute, viel Erfolg aber vor allen Dingen Gesundheit. Möge sich der Traum vom Erfolg bei Olympia für uns Alle, aber besonders für Jonathan in Erfüllung gehen.

Gunar Weichert, Präsident des Rheinland-Pfälzischen Karate Verbandes